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Molí de vent

Diese Mühlen werden so genannt, weil sie sich der Windenergie bedienen, um ihre Flügel in Drehung zu versetzen. Mittels eines Zahnradgetriebes übertragen diese dann die Rotationsbewegung auf die Mühlsteine, mit denen das Korn geschrotet wird.

Im Gemeindebezirk von Palma gab es insgesamt 72 Getreidemühlen, von denen die meisten – so auch unsere – in der Ebene von Sant Jordi angesiedelt waren.

Sa Farinera wurde als "molí de torre estreta" bezeichnet, als Mühle mit schlank gebautem Rundturm, deren Mahlsteine sich nicht im obersten Teil des Gebäudes befanden, sondern im ersten Stockwerk und über eine lange Achse mit dem sich in der Kuppel befindlichen Windmühlengetriebe verbunden waren. Dies erlaubte es, mittels eines falschen Gewölbes, den Durchmesser des Turms zu verringern und den Transportweg des Korns zu den Mühlsteinen zu verkürzen.

Müller und Seeleute hatten seit jeher viel gemeinsam. Das Müllerhandwerk war in der damaligen Zeit sicherlich eines der mühevollsten Gewerbe und dies nicht nur wegen der schweren Arbeit an sich, sondern auch aufgrund der fortwährenden Abhängigkeit vom Wind. Auf den Balearen herrschen besondere atmosphärische Bedingungen. Da gibt es in erster Linie den "Embat", der vom Frühling bis zum Herbst von mittags bis abends weht, die übrige Zeit des Jahres dagegen trifft man vor allem auf den "Mestral" und den "Tramuntana". Bei den beiden letzteren handelt es sich um äußert kräftige und andauernde Winde, die es im Vergleich zum "Embat" ermöglichten, die fünffache Menge an Getreide zu mahlen.

Müller waren gute Meteorologen. Sobald sie spürten, dass sich ein Sturm zusammenbraute, machten sie sich daran, die auf den Flügeln aufgezogenen Segel einzurollen. Auf der niedrigen Plattform um die Windmühle herum, dem "cintell", befanden sich zudem eine Reihe von Pollern, an denen die Flügel befestigt werden konnten.


Molí de sangMolí de foc

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